Im Maschinenbau geht es bei der Wahl des richtigen Materials nicht nur um das Aussehen. Die Materialeigenschaften beeinflussen direkt das Bauteilgewicht, die Genauigkeit der Simulation, die Fertigungsentscheidungen und die Kostenkalkulation.
Obwohl SOLIDWORKS über eine große integrierte Materialdatenbank verfügt, arbeiten Ingenieure häufig mit herstellerspezifischen Materialien, modifizierten Kunststoffen, Sonderlegierungen oder 3D-Druckmaterialien, die nicht in der Standardbibliothek verfügbar sind.
Dieser Leitfaden erklärt, wie man in SOLIDWORKS mithilfe eines praktischen Konstruktions-Workflows benutzerdefinierte Materialien erstellt und verwaltet.
Benutzerdefinierte Materialien in SOLIDWORKS sind hilfreich, wenn die Standardmaterialbibliothek das benötigte Material nicht enthält. Viele Unternehmen verwenden spezielle Kunststoffe, Aluminiumlegierungen, Verbundwerkstoffe oder 3D-Druckmaterialien, die nicht in der Standarddatenbank enthalten sind.
Die Erstellung kundenspezifischer Materialien hilft Ingenieuren, korrekte Materialinformationen in ihren Konstruktionen und Simulationen zu verwenden. Dies ist wichtig, um genaue Daten zu Bauteilgewicht, Festigkeit und Fertigung zu erhalten.
Kundenspezifische Werkstoffe werden häufig dann eingesetzt, wenn ein Lieferant spezielle Materialeigenschaften vorgibt, wenn vorhandene Werkstoffe nicht den erforderlichen Werten entsprechen oder wenn ein Unternehmen seine eigene Standardwerkstoffbibliothek nutzen möchte.
Die Verwendung genauer Materialeigenschaften verbessert Massenberechnungen, Schwerpunktgenauigkeit, Simulationsergebnisse, Stücklistenkonsistenz und Fertigungsdokumentation.
Öffnen Sie eine Teildatei in SOLIDWORKS.
Im FeatureManager-Designbaum:
Dadurch öffnet sich das Fenster „Materialdatenbank“, in dem alle Bibliotheken, Kategorien und Materialien gespeichert sind.

Anstatt die Standardmaterialien SOLIDWORKS zu bearbeiten, erstellen Sie Ihre eigene Bibliothek.
Im linken Bereich:
Beispiel:
Nach dem Erstellen der Bibliothek:
Beispielkategorien:

Diese Struktur sorgt für Ordnung bei den Materialien und ermöglicht so zukünftige Projekte.
Es gibt zwei gängige Methoden, die Ingenieure anwenden.
Methode 1 – Vorhandenes Material kopieren (Empfohlen)
Dies ist der schnellste Arbeitsablauf, weil er Folgendes beibehält:
Beispiel:
Wenn Sie eine modifizierte 1060-Legierung benötigen, kopieren Sie zuerst das vorhandene Legierungsmaterial.
Schritte:
Benennen Sie das Material anschließend um.
Beispiel:
Methode 2 – Ein Material von Grund auf erstellen
Falls kein vergleichbares Material existiert:
Dadurch wird ein leerer Materialeintrag erstellt, in den alle Eigenschaften manuell eingegeben werden müssen.
Klicken Sie auf „Anwenden“ und dann auf „Schließen“.
Das kundenspezifische Material ist nun dem Bauteil zugeordnet.
Nach der Anwendung aktualisiert sich SOLIDWORKS automatisch:
gespeichert .sldmat- .
Beispiel für den Standardspeicherort:
C:\Program Files\SOLIDWORKS Corp\SOLIDWORKS\lang\english\sldmaterials
Für Ingenieurteams empfiehlt es sich, Materialbibliotheken an einem gemeinsamen Ort zu speichern.
Gängige Optionen sind:
So fügen Sie eine gemeinsam genutzte Bibliothek hinzu:
Dadurch wird sichergestellt, dass alle Benutzer mit denselben validierten Materialdaten arbeiten.

Verwenden Sie echte Lieferantendaten
Verwenden Sie nach Möglichkeit Herstellerdatenblätter anstelle von Schätzwerten.
Standardisierung der Namensgebung
Verwenden Sie eindeutige Namenskonventionen wie zum Beispiel:
Bibliotheken ordentlich halten
Materialien trennen durch:
Sicherungsmaterialbibliotheken
Da .sldmat- Dateien firmenspezifische Daten enthalten, sind regelmäßige Datensicherungen wichtig.
Das Erstellen von benutzerdefinierten Materialien in SOLIDWORKS ist ein einfacher Prozess, hat aber einen großen Einfluss auf die Genauigkeit der Konstruktion und die Konsistenz des Arbeitsablaufs.
Eine ordnungsgemäß verwaltete Materialbibliothek verbessert:
Für Unternehmen, die mit speziellen Materialien oder Produktionsabläufen arbeiten, werden kundenspezifische Materialbibliotheken schnell zu einem unverzichtbaren Bestandteil der CAD-Umgebung.